STUDER A27 – A37 – B37

Mit diesem Gerät – der STUDER A27 – begann im Jahr 1951 die über 50-jährige sehr erfolgreiche Tradition der Herstellung von Studiotonbandgeräten aus dem Hause STUDER.

STUDER A27

STUDER A27

Die Basis für dieses Gerät war übrigens die ReVox T26 – das erste von STUDER überhaupt hergestellte Gerät von dem bis zum Ende der Serie (1955) rund 3.000 Stück hergestellt wurden.

Die A27 verfügte bereits über ein Dreimotoren-Laufwerk und konnte mit den Bandgeschwindigkeiten 19 und 38cm/s dienen.

Der Gleichlauf lag bei sehr beachtlichen +/- 0,09% und der Frequenzgang erreichte 60 Hz – 15 kHz, +1/-2 dB bei 38 cm/s.

Als Bandantrieb wurde ein Synchronmotor verwendet den man mit der Start-Taste „hochziehen“ musste. Alle Funktionen des Gerätes waren relaisgesteuert.

Anschlussmöglichkeiten der STUDER A27

Die Anschlussmöglichkeiten waren für die damalige Zeit auch nicht zu verachten! So verfügte die A27 über zwei Mikrofon- sowie zwei Leitungseingänge. Zum Ausspielen gab es zwei Leitungsausgänge, Kopfhörer und Lautsprecher Anschlüsse. Verstärkerelektronik und Tonbandgerät waren – wie auf dem Bild zu erkennen – voneinander getrennt. Das Verstärkerteil bestand aus sechs steckbaren Modulen mit insgesamt 20 Röhren.

Der Prototyp der A27 diente im Jahr 1951 dem Radiostudio Basel zur Aufzeichnung der Internationalen Musikfestwochen in Luzern. Der damals noch junge Willi Studer assistierte höchstpersönlich bei der Aufzeichnung. Dieses Ereignis ist deshalb besonders erwähnenswert, da es die ersten Radio-Aufnahmen in der Geschichte des Schweizer Rundfunks überhaupt waren, die mit einem Tonbandgerät direkt am Ort des Geschehens und live produziert wurden.

Als Folge der erfolgreichen Radioproduktion orderte die PTT im Anschluss 60 Maschinen vom Typ STUDER A27 zur Ausrüstung der Schweizer Radiostudios – letztendlich war dies der Beginn der Karriere von Willi Studer und seinen Firmen STUDER und ReVox.

STUDER A37 und STUDER B37

Die Maschinentypen STUDER A37 und STUDER B37 waren 1955 die direkten Nachfolger der A27. Bei diesen Geräten kam die verbesserte Technik und Bedienung der A27 zum Einsatz. Bei der A37 kam unter anderem zum ersten mal ein steckbarer Tonkopfträger zum Einsatz – eine Eigenschaft die alle späteren STUDER-Tonbandmaschinen haben sollten…

Für den Schweizer Rundfunk wurde zusätzlich noch das Modell „G2“ entwickelt. Dies war eine einfache Regieeinheit bestehend aus zwei Bandmaschinen und einem Mischpult mit Reglern und einem Aussteuerungsinstrument in der Mitte.

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