STUDER A816

Die STUDER A816 war noch Anfang der 90er Jahre eine Neuentwicklung speziell für die Bedürfnisse des deutschen Marktes. Gedacht war die Maschine besonders für die ARD-Rundfunkanstalten als Ersatz für die in die Jahre gekommenen Telefunken M15 A Tonbandmaschinen und passte deswegen auch exakt in die bereits in den Studios verwendete ARD-Konsole für Bandmaschinen.

STUDER A816 im Original-Rollwagen.

STUDER A816

Entstanden ist dabei ein Gerät, das von Grund auf für den harten Dauereinsatz konzipiert wurde. Das verrippte Aluminium-Gusschassis ist extrem verwindungssteif, die Bandführung erfolgt mit vorgespannten Edelsteinführungen. Diese Technik garantiert einen hochpräzisen Bandlauf mit ausgezeichneter Phasen- und Amplitudenstabilität.

Die Bedienung der A816 ist auf Effizienz ausgelegt, deshalb sind alle wichtigen Bedienungstasten großflächig angelegt und garantieren eine optimale Bedienungssicherheit. Der Antrieb wurde auf minimale Wärmeentwicklung und Verschleißfreiheit ausgelegt. Das äußerst reaktionsschnelle Laufwerk sorgt für garantiertes Einhalten der maximalen Bandzugwerte in allen Betriebszuständen.

(Text teilweise aus dem STUDER Gesamtkatalog von 1992).

Die Weiterentwicklung der STUDER A816

STUDER A816 Prototyp mit internationaler Schichtlage

STUDER A816 Prototyp

Die STUDER A816 war seinerzeit auch als Version mit der internationalen Schichtlage geplant (d.h. das Band wird so gewickelt, dass die Magnetschicht nicht wie hier nach außen, sondern wie sonst üblich nach innen liegt).

Leider ist es aber bei dem Plan dazu geblieben und mehr als ein Prototyp wurde nicht entworfen (der Prototyp war im Besitz des leider nicht mehr existierenden STUDER ReVox Museums in der Schweiz).

Dies lag wohl auch daran, dass die A816 von Anfang an überwiegend für den Deutschen Markt und die bundesdeutschen ARD-Rundfunkanstalten entwickelt wurde. Dort verwendete man traditionell die „Deutsche Schichtlage“.

Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass die A816 auf dem Gehäuse bei der Zeitanzeige den Wert für 1/10 Sekunden und Frames enthält aber zumindest die Frames nicht anzeigen kann. Zumindest fehlt der LED-Baustein für die Anzeige von Frames – die Beschriftung auf dem Gehäuse ist hingegen vorhanden (siehe Bild). Dies war wohl eine Überlegung bei der Konstruktion die dann aber doch nicht mehr umgesetzt wurde. Fraglich ist nur, warum dann das Gehäuse der Maschine nicht auch geändert wurde?!

Grundsätzlich möchte ich über die A816 sagen, dass sie wirklich ein tolles Gerät ist, welches beim Benutzer keine Wünsche offen lässt. Ich habe zwei dieser Maschinen besessen (siehe Video weiter unten) und hatte bis zum Verkauf wirklich sehr viel Freude damit!

STUDER A816 Display

STUDER A816 Display

Es ist einfach schön zu sehen, wie das Laufwerk arbeitet, wie es das Band sehr schonend behandelt wird und die Maschine äußerst zuverlässig agiert. Das eine STUDER-Maschine dieser Klasse noch einmal ganz anders klingt als z.B. eine STUDER A807 (die ich auch hatte), muss ich glaube ich nicht erwähnen.

Man merkt ganz deutlich, dass die A816 etwas ganz besonderes war und ist! Nicht umsonst befinden sich auch heute noch viele dieser Maschinen bei der ARD im Rundfunkeinsatz. Dort werden sie vor allem in den Rundfunkarchiven zum Abspielen der alten Bänder genutzt (Stichwort: „Digitalisierung der Rundfunkbestände“).

STUDER A816 – Technische Daten

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Multimedia

So sieht eine STUDER A816 in Aktion aus…

In dem Video zeige und erkläre ich viele Funktionen meiner ehemaligen STUDER A816 (das Gerät habe ich verkauft).

2 Kommentare

  1. Hier auf dieser seite einmal mehr viele nützliche Informationen erhalten. Bravo!!
    Darum liebe ich das Internet.
    Es gibt so viele Menschen wie Ihr, die aus reiner Freude an der Sache Ihr Wissen pfannenfertig und kostenlos für andere aufbereiten.
    Sympathisch ist weiter das man bei Euch ohne Memberlogin d.H. rel. einfach, einen Kommentar abgeben kann.
    Mit herzlichen, dankbaren, audiophilen Grüssen, R.S.

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