STUDER A725

Der Erfolg des bereits 1983 erschienenen ersten CD-Players (ReVox B225), der auch von Rundfunkstationen eingesetzt wurde, ließ den Bedarf für einen professionellen CD-Player erkennen. Dabei genügte es nicht, diesen lediglich mit symmetrischen Leitungsausgängen zu versehen, denn die Arbeitsmethodik im Sendestudio verlangte tiefgreifendere Änderungen.

STUDER A725

STUDER A725

So wurde das gesamte Konzept überarbeitet – der CD-Player STUDER A725 entstand.

Es ging hauptsächlich darum, sämtliche Zusatzinformationen wie Titelnummern, Index und Zeit aus dem „Vorspann“ der CD herauszuholen und diese für verschiedene Zwecke aufzuarbeiten. Dazu wurde eine serielle Schnittstelle eingebaut, die es ermöglichte, sämtliche für Urheberrechtsgebühren relevante technische Daten abzufragen und direkt im PC zu verarbeiten.

An dieser Schnittstelle ließ sich der CD-Player auch fernsteuern, mit Rückmeldung der Funktionen und Displayvarianten, Zudem eignete sich dieser Anschluss auch für die gleichzeitige Steuerung mehrerer CD-Player.

Die lokalen Bedienungselemente wurden so verändert, dass sie den Bedürfnissen der Diskjockeys entsprachen. Das Display ließ sich für die Anzeige von Track-Zeiten und -Restzeiten sowie Disc-Zeit und -Restzeit umschalten.

Kurze Startzeiten, hohe Genauigkeit

Für einen Studio-Player waren kurze Startzeiten, hohe Genauigkeit der Positionierung und direkte Track- und Indexanwahl wichtig. Mit einer speziell für den A725 entwickelten Mikroprozessor-Printkarte und einem optimierten Laufwerk wurden Startzeiten von 0,3 Sekunden und eine Stargenauigkeit von +/- 1 Frame (= 13,3 ms) erreicht!

Für die beim Rundfunk wichtige Mono-Kompatibilität enthielt der A725 zwei getrennte D/A Wandler für die beiden Kanäle. Selbstverständlich konnte der A725 per Fader vom Mischpult aus gestartet werden und erhielt zur Einpegelung einen digitalen Pegeltongenerator.

STUDER A725 QC

STUDER A725

STUDER A725

Der STUDER A725 QC (Qualitiy Control) war eine Spezialanfertigung für CD-Hersteller. Der einzig sichtbare Unterschied zu einem „normalen“ A725 bestand in einem 26-poligen Steckeranschluss.

Dahinter verbarg sich ein spezieller Decoderprint, der wichtige Werte wie HF-Signal, Pegelsignale und Subcodedaten für eine Auswertelektronik zur Verfügung stellte. Damit waren CD-Hersteller in der Lage, die Qualität ihrer CD-Pressungen laufend zu überwachen.

Später wurde in der Nachfolgeserie auch noch das Modell STUDER D731 QC (Professional Quality Control CD Player) gebaut.

Weitere Informationen

Die Modelle vom Typ A725 findet man inzwischen sogar bei eBay nur noch recht selten. Der größte Unterschied zum A727 ist auf den ersten Blick die CD-Schublade. Später wurde noch ein Tischeinbaumodell STUDER A730 entwickelt. Passend zu dieser Serie gab es später auch den ersten CD-Brenner STUDER D740. Einige Jahre später wurden als Weiterentwicklung die STUDER D730 / D731 CD-Player vorgestellt.

Heute produziert STUDER leider keine CD-Player mehr! In Radiosendern müssen sich Redakteure, Techniker und natürlich Moderatoren jetzt (sofern überhaupt noch CDs gespielt werden) mit nicht vergleichbaren Produkten von Denon, Tascam oder Sony durch den Arbeitstag „quälen“… Schade eigentlich!

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