STUDER D730

Professionals denken und handeln anders, sie agieren unter ihresgleichen in einer eigenen Welt, in der für Kompromisse wenig Platz ist. Sie sind Perfektionisten und nicht mit halbwertigem zufrieden, sie stellen hohe Ansprüche an sich selbst, ihre Arbeit und die Werkzeuge dazu.

Das Tischmodell des STUDER D730.

STUDER D730

Die höchsten Ansprüche sind wohl bei den Audio- und Videoprofis in Rundfunk- und Musikproduktion anzutreffen. Und exakt für die Zielgruppe bestimmen wir den Puls der „Audiozeit“ mit, wir denken, forschen, entwickeln und produzieren sie selbst, die hochwertigen professionellen Produkte für die faszinierenden Arbeitsbereiche, und die herrlichsten Klänge dieser Welt!

Weltweit ist die Compact Disc unbestritten das Speichermedium für die höchste Tonqualität, das gleichzeitig auch robust, einfach zu handhaben und preisgünstig ist. Zudem bietet dieses Medium viele Vorteile, welche durch die geschickte Auswertung mitaufgezeichneter Daten ausgewertet

STUDER D730 komplett eingebaut im Studiomöbel.

STUDER D730

werden können. Und als weitere Steigerung, wenn nicht sogar Potenzierung der Variations- und Einsatzmöglichkeiten, sind heute die Eigenschaften der CD-R und der dazugehörigen Recorder wie der STUDER D740 anzureihen.

Deshalb sind CDs und CD-Rs die idealen Tonträger von heute und morgen für den phantasievollen und effizienten Einsatz in Rundfunk und Fernsehen sowohl On Air als auch in der Tonnachbearbeitung, aber ebenfalls für die anspruchsvolle Diskothek hervorragend geeignet.

Um die Kombination und Tricks dieser modernen Technik ausnützen zu können, muss der eingesetzte CD-Player nicht nur alle Parameter und Betriebsvarianten von CDs (red book) und CD-Rs (orange book) kennen, sondern auch deren Tücken beherrschen.

Schließlich ist es von tragender Bedeutung, dass die vielen Möglichkeiten dem Einsatzfeld entsprechend eingrenzbar sind, dass Funktions- und Zeitanzeigen eine klare „Sprache“ sprechen, damit Moderatoren und Toningenieure unbelastet von komplexen Vorgängen arbeiten können.

STUDER D730 – Klarheit, Zuverlässigkeit und Audioqualität

STUDER D731

STUDER D731

Nicht überall steht unbegrenzter Raum für die Audio-Werkzeuge zur Verfügung; eher ist die gegenteilige Situation, die „komprimierte 3D-Anordnung“, die Regel. Oftmals sind beispielsweise in einem Übertragungswagen nicht nur Platzprobleme vorherrschend, sondern schon zu viele Wärmequellen konzentriert. Die Antwort auf solche Situationen heißt STUDER D731, die CD-Player Version in 19″-Rackeinbau.

Mit einem Platzbedarf von nur 2 HE für den D731 lassen sich sogar mehr Geräte unterbringen, beispielsweise anstelle von zwei CD-Playern STUDER A725 oder A727 nun drei Einheiten vom neuen Typ D731. Auch die Wärmeprobleme sind gelöst. Als kompakte, kühle Einheiten, dank niedrigem Stromverbrauch, können CD-Player vom Typ D731 diskret gestapelt werden.

Trotzdem bleibt der Sichtkontakt auch auf Distanz optimal: Ein gut lesbares Display, ein Labelfeld für die Beschriftung sowie ein beleuchteter CD-Schacht mit Spiegelsystem – mit dem „man sieht es drehen Effekt“ – erweisen sich spätestens im hektischen Außeneinsatz als wohltuende Nebensächlichkeiten. Und das Bedienung und Display identisch zum stationären D730 sind, gehört bestimmt zu den positiven Faktoren für einen fehlerfreien Sendeablauf. Das Bedienungskonzept wurde aufgrund umfassender Erfahrungen aus der Praxis entwickelt.

STUDER D730 – Exzellente Bedienungs-Ergonomie

Die CD-Schublade des STUDER D731.

CD-Schublade

Wichtiges Merkmal des neuen Konzepts: Trotz ausgebauter Möglichkeiten ist die Bedienung einfach und übersichtlich. Ein Keyboard-Buffer ermöglicht die direkte Eingabe, das heißt das Einlesen des Inhaltsverzeichnisses (TOC = „Table of content“) muss nicht abgewartet werden. Der D730 verfügt über eine geräuscharme Ladeklappe, die CD-Schublade des D731 bewegt sich schnell und leise. Beide benötigen keine Adapter für CD-Singles.

Cue-Rad des STUDER D730.

Cue-Rad

Zum einfachen Editieren ist ein multifunktionales Cue-Rad eingebaut. Dieses arbeitet mit einem optischen Sensor und ermöglicht bei Einhand-Bedienung gleichzeitig eine hohe Präzision und außerordentlich schnelles Suchen. Dazu ist das Rad in zwei Segmente aufgeteilt: den DIAL-Modus und den SHUTTLE-Modus, der sich nach Überwinden eines federnden Anschlages bei ±90° für weitere ±80° einschaltet.

Der DIAL-Modus erlaubt framegenaues Suchen (1 Frame = 13,3 ms) innerhalb eines Fensters. Dabei wird eine Sequenz (wahlweise nur 30 Frames oder nur eine Spur) vor dem Cue-Punkt laufend wiederholt. Der SHUTTLE-Modus ist ebenfalls ein hörbarer Suchlauf, der hingegen das Suchfenster progressiv bis superschnell in beide Suchrichtungen verschiebt.

Die Tasten START-REV-END gestatten es, gesetzte Start- und End-Cue-Punkte vorzuhören. Gleichzeitiges drücken beider Tasten ermöglicht es, mitten in das Musikstück hineinzuhören.

Hochwertige Displays für die Freude an der Arbeit

Übersichtlich klare Bedienungsabläufe und ein aussagekräftiges Display für die Daten- und Rückmeldungsinformationen gehören zusammen. Die zweizeiligen LED-Displays sind perfekt lesbar und kennen keine Probleme mit dem Betrachtungswinkel. Für den Einsatz in dunkleren Räumen lässt sich die Leuchtstärke absenken (50%). Neben den zwei LED-Zeilen mit je 12 alphanumerischen Zeichen gehören noch beinahe 30 farbig codierte LED-Leuchtbalken und Funktionsanzeigen zum Anzeigenfeld.

Die großzügigen Display sind besonders übersichtlich, weil immer nur die aktiven, in logischem Zusammenhang stehenden Elemente leuchten. Alle wichtigen Anzeigeelemente kommen ohne Doppelfunktion aus. So zeigt die obere Zeile immer die aktuelle von der Platte gelesene Laser-Position oder beim Editieren die START-CUE-Position. Die untere Zeile ist den Restzeiten bis zum STOP-CUE oder beim Editieren den STOP-CUE-Positionen vorbehalten.

Die Anzeigezeilen sind auch in der Lage, Informationen alphanumerisch in Klartext zu vermitteln, was eine echte Menüführung für User-Funktionen erlaubt. Für den automatisierten Betrieb erzeugt STOP-CUE eine Trigger-Signal. Damit kann eine weitere Audioquelle (z.B. ein weiterer CD-Player) aufgestartet oder eine Sequenz ausgelöst werden.

STUDER D730 – Die volle Bandbreite professioneller Möglichkeiten

CD-Quality-Anzeige der STUDER D730.

CD-Quality-Anzeige

Mit den neuen CD-Playern führt STUDER auch bisher nicht gekannte Funktionen ein. So werden z.B. einzelne Signale von Fehlerkorrektur und Servosystem laufen überprüft. Wird die kritische Schwelle überschritten, blinkt CD-QUALITY.

Display-Anzeige bist zum Intro-Ende.

Intro-Ende

Ein weiteres Beispiel ist die Anzeige der Restzeit bis zu einem Introende. Damit wird es ein leichtes Spiel, eine Ansage exakt auf den gewünschten Zeitpunkt zu beenden, denn dazu produziert das Display einen Countdown.

CD-R Tauglichkeit

Skip-Funktionen, d.h. das Überspringen von Sequenzen die als ungültig markiert sind, oder ganze Tracks bei CD-R-Aufnahmen, sind kein Geheimnis für D730- und D731-Player. Dies ist umso wichtiger, als diese Funktionen mit zunehmender Verbreitung von CD-Recordern Bedeutung erlangen werden. Bei Wiedergabe mit aktiviertem SKIP-PLAY-Mode, eine fixierte CD vorausgesetzt, wird automatisch auch die Restzeit bis zur STOP-CUE korrigiert. Nur so ist Verlass auf einen Countdown.

Für normale CD-Player sind aber nicht nur SKIP-Funktionen ein Problem, sondern auch das Abspielen von noch nicht fertig bespielten CD-Rs. Nicht so für die STUDER D730 und D731. Durch kurzes Scannen erstellen diese ein Inhaltsverzeichnis (TOC) und spielen dann problemlos CDs ohne TOC.

STUDER D730 – Für den Studioalltag – in allen Variationen

Über den Button User erhält man Zugang zum Menü mit verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten.

User-Menü

Die CD-Player D730 und D731 lassen sich softwaremäßig für unterschiedliche Grundeinstellungen konfigurieren. Über einen speziellen Einschaltvorgang ist die Menüebene erreichbar, die individuelle Einstellungen für die Bereiche Display, User, Keyboard, Interface und Operation (z.B. Simple Player für Umschalten auf das Verhalten eines gewöhnlichen CD-Players) ermöglicht.Fernbedienung für den STUDER D730.

Das Menü USER enthält bis zu zehn spezielle Funktionen, die während des Betriebs angewählt und geändert werden können, z.B. Intro-Mode, Skip-Mode, Play-Mode, Zeitanzeige-Mode, Varispeed oder Leuchtstärke des Displays. Diese Menü ist über eine eigene Taste direkt erreichbar; die einzelnen Funktionen lassen sich dann über die Zehnertastatur anwählen.

VARISPEED mit ±10% Geschwindigkeitsvariation ist als USER-Funktion definiert und sowohl lokal als auch über Fernbedienung einstellbar. Ist die USER-Funktion VARISPEED angewählt, so lassen sich die Werte digital in 0,2%-Schritten über Drucktasten variieren. Bei der Tischversion (D730) ist zusätzlich ein Fader und eine Taste VARISPEED eingebaut.

Diese Taste erlaubt es zwischen der USER- und der FADER-Einstellung umzuschalten. Ist die USER-Funktion VARISPEED auf Null gesetzt, wirkt die Taste als Ein/Ausschalter. Ist die USER-Funktion hingegen auf einen bestimmten Wert gesetzt, so lässt sich mit der Taste zwischen den zwei vorbestimmten Werten umschalten.

Vari-Speed beim STUDER D730.

Vari-Speed

Die Praxis zeigt, dass die Anforderungen an Fernbedienmöglichkeiten sehr individuell geprägt sein können. Deshalb ist der Fernbedienungskonzept der CD-Player ausgesprochen auf Flexibilität ausgelegt. Zwei Anschlüsse erlauben sowohl serielle (RS232) als auch parallele (25-Pol) Fernsteuerung, und über eine Prioritätenregelung lässt sich bestimmen, ob Befehle entweder von der lokalen, von der externen Steuerung oder gar von beiden entgegen genommen werden sollen.

Über die RS232 Schnittstelle lassen sich die CD-Player via PC ansteuern, während für die parallele Schnittstelle, mehrere Varianten von einfachen Steuerungen bis hin zu externen Voll-Tastaturen möglich sind. Dabei kann eine von den CD-Playern STUDER A727 oder A730 vorhandene Parallel Remote, mit (Bild rechts) oder ohne Display, für die D730 / D731 weiterverwendet werden.

Alle Texte (gekürzt) und Bilder aus dem STUDER Originalprospekt für den D730 / D731 von 1992. Das Gerät hat einige weitere Funktionen die hier aus Platzgründen nicht alle aufgeführt werden können.

STUDER D730 / D731 – Mein persönliches Fazit

STUDER D731 als Rackeinbau.

STUDER D731

Kurz gesagt: schade! Schade das STUDER keine CD-Player mehr baut. Der STUDER A730 und auch der hier gezeigte D730 / D731 waren und sind legendäre Studiogeräte mit einer Bedienerfreundlichkeit und Langlebigkeit die im professionellen Sektor immer ihresgleichen gesucht hat und immer noch sucht! Ich habe auf dieser Seite ganz bewusst den Originaltext aus dem STUDER Prospekt in fast voller Länge und mit fast allen Bildern zitiert. Er beschönigt nichts und lässt aber auch gleichzeitig nichts aus.

Das Gerät ist einfach sehr gut – Punkt. Ich erinnere mich immer wieder sehr gerne an meine vielen Stunden als Moderator mit diesen Playern. Nicht jeder (vor allem private) Radiosender konnte und wollte sich diese Geräte leisten. Und so musste ich auch mit „Studio-Geräten“ von Denon und Tascam arbeiten… Ich schwöre Stein und Bein: absolut nicht zu vergleichen; weder in der Audioqualität, noch in Verarbeitung, Benutzerfreundlichkeit, Vielfältigkeit der Features oder gar Langlebigkeit!

Mit Schrecken erinnere ich mich an die klapprige CD-Schublade und die Laser Probleme zweier CD-Player eines ganz bestimmten Japanischen Herstellers die gerade im privaten Rundfunkbereich und bei DJs weit verbreitet sind. Wie oft hatten diese „Kisten“ Ausfälle (im Live-Sendebetrieb) und waren schlicht unhandlich beim Cuen und Vorhören… Funktionen wie die CD-QUALITY Anzeige, eine sicher verriegelte CD-Schublade im Sendeeinsatz (gegen versehentliches Öffnen beim Abspielen), Vorhörmöglichkeiten auf das Titelende, INTRO-Mode und viele weitere wirkliche sinnvolle Funktionen im Studioalltag, waren bei diesen Geräten völlig unbekannt…

Und noch mal: schade das STUDER keine CD-Player mehr baut!

Multimedia

Das folgende Video zeigt den STUDER D730. Leider ist dieses Video aktuell das einzige bei YouTube über dieses Modell. Deswegen habe ich mich auch entschieden es hier zu zeigen – obwohl ich natürlich kein Wort verstehe… 😉 Trotzdem kann man das Gerät hier aber ganz gut in Aktion sehen.

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